Dienstleistungen im Zuge von Sauabstichen

Ein erfolgreicher Abstich der Ofensau vor Hochofen-Umbauten oder größeren Stillständen führt zu kürzeren Ausfallzeiten und sicheren Arbeitsbedingungen. Bei entsprechender Ofenvorbereitung und Überwachung zwecks Erhöhung der Temperatur und des Fließverhaltens in Verbindung mit dem Einsatz von erprobten Bohr- und Lanzentechniken läßt sich ein vollständiges Entfernen der Ofensau erreichen. Während des Normalbetriebes enthält das Hochofengestell den Kokskegel („Toter Mann“) und die Ofensau. Die Ofensau umfaßt Roheisen und Schlacke im flüssigen Zustand und eine Mischung von Eisen, Schlacke und Koks/Kohle in festem Zustand. Diese am Ofenboden und –gestell vorhandenen Bestandteile müssen bei der Hochofen-Neuzustellung ausgeräumt werden. Es wird auch empfohlen, die flüssige Ofensau vor Teil-zustellungen und Stichlochreparaturen zu entfernen. Dadurch werden sichere Arbeitsbedingungen geschaffen und Schäden an der Gestellausmauerung aufgrund zyklischer Kühlungs- und Aufwärmungsabläufe vermieden. Eine harte Ofensau ist jedoch gewöhnlich nur schwer zu entfernen und eine große harte Ofensau kann den kritischen Weg des Projekts um mehrere Tage oder sogar Wochen verzögern. Oft ist der gesundheits- und sicherheitsgefährdende Einsatz von Sprengstoff und Sauerstofflanze vonnöten. Es ist somit wichtig, die Ausbringung des Sauabstichs zu maximieren, der ja normalerweise sofort nach Ausblasen vorgenommen wird.