Das Abstichloch

Die an das Stichloch im Verlaufe seiner Betriebsdauer gestellten Anforderungen sind hoch. Die im Zuge eines angemessenen Konstruktionsansatzes alle zu berücksichtigenden Faktoren sind Temperatur, Druck, Fließgeschwindigkeit, ätzende Flüssigkeiten, Einsatzhäufigkeit, Fehlbedienung und erwartete Lebensdauer. Die Erfahrungen der Fa. Danieli Corus mit dem Stichlochbetrieb und ihr umfassendes Wissen über die Auslegung von ff-Ausmauerungen können dem Kunden dabei helfen, eine Stichlochausführung mit einer Lebensdauer auszuwählen, die der einer Gestellreise bei hoher Produktivität entspricht.

Angesichts der an das Stichloch gestellten Anforderungen schafft es dieser Hochofenbereich nicht immer, die gesamte Gestellreise ohne Reparatur zu überstehen. Einige Reparaturmethoden mögen unkompliziert sein, verlangen aber eine Wiederholung alle sechs bis neun Monate. Eine mehr Sicherheit bietende Methode umfaßt den Einbau von 500 mm dickem Graphit-ff-Material als Sicherheitsschicht. Der zentrale Kern des Abstichlochs kann mit einem Stopfbüchsenmaterial mit niedrigem Zementanteil vergossen werden. Der Umfang der Reparatur kann von vornherein über Kernbohrungen ermittelt werden.

Diese Reparaturmethode hat sich als sehr erfolgreich erwiesen. Bei einigen Hochöfen ließ sich nach dem Einbau dieser Graphit-Abstichlochsysteme die Ofenreise um fünf und mehr Jahre verlängern.