Schlackengranulation

Die Granulation von Hochofenschlacke stellt eine attraktive Wahl dar, da sie die Hochofenschlacke zu einem wertvollen Nebenprodukt werden läßt, das an die Zementindustrie verkauft werden kann. Im Normalfall erzeugen Hochöfen für jede produzierte Roheisentonne 200 bis 400 kg Flüssigschlacke. Bis vor 10-15 Jahren galt die Hochofenschlacke als Abfallprodukt und wurde bequemerweise an einem Ort weit weg vom Hochofengelände weggekippt. Der Einsatz von granulierter Hochofenschlacke als Ersatz für Klinker für die Zementherstellung ist weltweit akzeptierte Praxis, wobei das Endergebnis ein qualitativ hochwertiger, mit einem herkömmlichen Portlandzement vergleichbarer Zement zu günstigen Kosten darstellt. Somit läßt sich das Wegkippen und Anhäufen von großen Mengen an Hochofen-Stückschlacke vermeiden, wodurch der Einsatz und die Wartung von Trocken-Schlackengruben verringert werden und damit verbundene Umweltfragen in geringerem Maße anfallen. Ein zusätzlicher Vorteil bei der Verwendung von Hochofenschlacke für die Zementherstellung liegt in der Verringerung des CO²-Ausstoßes. Für jede durch granulierte Hochofenschlacke ersetzte Tonne Klinker entsteht eine Tonne weniger CO²-Ausstoß.